Investmentsteuerreform 2018

Zum 01.01.2018 ändert sich die Besteuerung von Investmentfonds.

Das neue Investmentsteuergesetz betrifft in- und ausländische, ausschüttende sowie thesaurierenden Fonds. Im Gegensatz zur bisherigen Handhabung wird in Zukunft sowohl auf Fonds- als auch auf Anlegerebene eine Besteuerung - in Form einer Vorabpauschale - erhoben. Zum Ausgleich dieser steuerlichen Vorbelastung wird ein Teil der Ausschüttung sowie des Gewinns aus der Veräußerung von der Besteuerung befreit. Diese Freistellung beläuft sich bei Mischfonds auf 15%, bei Aktienfonds auf 30% und bei Immobilienfonds sogar auf 60% der Erträge jährlich.

Bestandsschutz wird aufgehoben

Der Abgeltungssteuer-Bestandsschutz für Fondsanteile, die vor dem 01.01.2009 gekauft wurden entfällt. Die bislang aufgelaufenen Kursgewinne bleiben aber steuerfrei. Diese Fondsanteile sollten also nach Möglichkeit NICHT verkauft werden!!! Wertsteigerungen ab dem 01.01.2018, die den Betrag von 100.000,- Euro übersteigen, müssen hingegen versteuert werden.

Vereinfachung der Steuererfassung

Für Anleger ist die neue Besteuerung mit deutlich weniger Aufwand verbunden. Anstelle von über 30 Daten reichen in Zukunft nur folgende vier Angaben: Höhe der Ausschüttungen, der erste und letzte Rücknahmepreis des Kalenderjahres sowie die Kategorisierung des Fonds (Aktien-, Misch-, Immobilien- oder sonstiger Investmentfonds).

Änderungen in den Fondsstatuten

Nahezu alle Anlegerinnen und Anleger erhalten aktuell Post von ihren Investmentgesellschaften, die Änderungen in den Statuten der Fonds ankündigen. Hintergrund dieser Beflissenheit ist das Investmentsteuerreformgesetz. Um die pauschale Freistellung von 15% (Mischfonds mit mindestens 25% Aktienanteil) bzw. 30% (mindestens 51% Aktienanteil) zu erhalten, schreiben jetzt zahlreiche Fonds ihren Mindest-Aktienanteil fest.

Detaillierte Informationenfinden Sie in der Broschüre des Deutschen Fondsverbandes.

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